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Autor: rjacoby

Gedanken aus der S-Bahn

Ich sitze gerade in der Bahn.
In der S-Bahn in Berlin vom Brotjob nachhause.
Viel Zeit für Gedanken. Könnte eigentlich meine eigene Kolumne werden.

Gedanken aus der S-Bahn. Teil1
(20:07 Uhr Linie S 5 von Westkreuz bis Fredersdorf)
Während die Lichter der Großstadt an mir vorbeihuschen, lasse ich gerade die Gedanken schweifen. Gerade noch mit meiner Autorenheldin kurz geschrieben, weil ich sie auf einem Riesen Plakat auf dem Bahnhof gesehen habe. Und jetzt sitze ich hier im Wagon. Habe meine Airpods drin, höre Trance Musik, weil ich die Menschen um mich herum nicht hören möchte. Bin in meiner eigenen Welt.
Ich habe mir dieses Jahr eine neue Challenge auferlegt. Ab März bringe ich jeden Monat ein Buch heraus. Vom Thriller, der mehr Drama ist, bis zu einem Psychothriller, der nur durch ein Fakt aus der Psychologie entsteht. Am liebsten möchte ich mich immer wieder neu erfinden. Ich habe einfach so viele Ideen im Kopf. Manchmal ganze Geschichten. Manchmal nur Szenen, die ich zur einer Geschichte ausbauen möchte. Es gibt so viel, was ich erzählen möchte.
Vor meinem inneren Auge lasse ich nochmal die Bücher die ich bisher, seit März 2019 geschrieben habe, Revue passieren.
»Der beste Freund«. Mein Debüt. Keine Ahnung vom Schreibhandwerk gehabt. Einfach so geschrieben wie ich mir vorgestellt habe, dass man einen Psychothriller schreiben sollte. Er ist anders, vielleicht sogar schlecht geschrieben. Aber er ist mein Baby meine Art Geschichten rüberzubringen.
Dann kam »Sie haben es geschworen«, ich wollte unbedingt eine Thrillerreihe schreiben. Die Cover im gleichen Stil und das diebische Vergnügen die Titel nach dem gleichen Schema zu gestalten. »Sie haben es geschworen«, »Er hat es gesehen« und im März, »Sie weiß es«. Nach diesem ersten Leroy-Johnson-Thriller wurde mir bewusst, was ich eigentlich schreibe. Popcornkino zum Lesen.
Aberwitzige Wendungen, kuriose Zufälle (obwohl ich im richtigen Leben schon des öfteren Zufälle erlebt habe, die kann man sich gar nicht ausdenken), viel Action, eine Prise Humor und gaaaaaanz viel Gefühle. Denn das ist, was ich selbst liebe. Ich schaue fast nie Filme, ohne zu weinen. Aus romantischen, traurigen und herzergreifenden Gründen. Und ganz oft auch weil mir eine Szene so sehr gefällt und vielleicht noch der richtige Soundtrack dazu gespielt wird.
Das ist warum ich eigentlich schreibe, warum ich eigentlich schreiben muss. Emotionen auslösen. Wie oft flenne ich beim schreiben und hoffe dann immer inständig, dass es dem Leser, der Leserin auch so ergeht.
Meine Bücher sind keine literarischen Meisterwerke, vielleicht sogar eher Groschenromane, aber dazu stehe ich. Eintauchen in eine andere Welt, egal, wie aberwitzig sie auch dargestellt wird. Und doch möchte ich einmal an das Schreiben, einer Melanie Raabe, einer Romy Hausmann, eines Andreas Pflüger oder Harlan Coben herankommen.
Bevor meine Kritiker*innen gleich losschreien, ja da werde ich nie herankommen, ich weiß.
So jetzt wisst ihr auch mal, was ich gut finde.
Und ich glaube, wenn ich es mir gerade recht überlege, dass mit der Kolumne Gedanken aus der S-Bahn ist gar nicht so schlecht und wird in unregelmäßigen Abständen wiederholt.
Bleibt gesund! Euer Roy Jacoby.

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Mein Weg 2020 Teil 2

Ich bin nervös. Traue mich noch nicht, ihm direkt in die Augen zu schauen, dabei lief unsere Beziehung bisher ganz gut. In mir rumort der Gedanke, es ist wie immer. Am Anfang lief es immer gut. Dann begannen die ersten Dellen zu entstehen. Die Dellen platzen auf wie eitrige Wunden und wurden so groß, dass man sie nicht mal mehr verbinden konnte. Auch wenn wir uns im beiderseitigen Einverständnis getrennt haben, mir ist schon bewusst, dass alles meine Schuld war. Diesmal bin ich das Ganze anders angegangen. Habe mich von der ersten Sekunde an auf das fokussiert, was ich mir vorgenommen habe. Zu so einer Beziehung gehören immer zwei, ich kann nicht immer alles auf den anderen schieben, also achte ich mehr auf mich. Versuche, alles richtig zu machen und warte nicht auf eine Reaktion von ihm. Die wird es sowieso nicht geben. Falls es doch mal nicht so läuft wie gewünscht, brauche ich mich nicht bei ihm ausheulen. Aufstehen, abputzen und weiterlaufen. Auf gehts neues Jahr, wir haben noch so viel vor. #2020 #royjacoby #royjacobyautor #siehabenesgeschworen #leroyjonson #aufstehen #machen #nichtjammern #autor #autorenleben

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Mein Weg 2020

Da steht es nun vor mir, erwartungsvoll, neugierig, frisch geschlüpft. Ich betrachte es argwöhnisch, wurde ich doch zu oft enttäuscht. Das alte habe ich gerade abgestreift wie die Schlange ihre alte Haut. Die guten Teile behalte ich, der Rest wird verscharrt, er bringt mich nicht weiter. Nun also alles wieder von vorn, alles so wie immer. NEIN. Das Wort prangt in Großbuchstaben in meinem Kopf. Nein, nicht wie immer. Auf keinen Fall wie immer. Keine leeren Versprechungen. Machen. Nicht grübeln, nicht alles in Frage stellen. Das neue Jahr steht vor mir, reicht mir die Hand, zwinkert mir zu, hat sich herausgeputzt. Diese 4 Zahlen sehen mich an. Fröhlich. 2020 was für ein herrlicher Anblick. Ich muss nur zugreifen, es zulassen und stur den Weg gehen, den ich mir vorgenommen habe. Nicht vom Weg abkommen, egal wie viele andere Wege mir angeboten werden. Ich muss diesen nehmen, der bergauf geht, mal steinig, mal glitschig ist. Ich weiß, dass die anderen Strecken kürzer sind, gerade, mit wundervoll weichen Belag. Ich weiß aber auch, wo all die anderen Wege enden, nämlich hier. Am Anfang. Da wo dann alles wieder von vorn losgeht, da wo es wie immer ist. Nein. Das Wort schreit mich an, zischt und brodelt in mir. Nein, nicht wie all die anderen Jahre. Jetzt ist endgültig Schluss, mit den falschen Versprechungen, mit der gespielten Euphorie. Jetzt gibt es kein Aber, keine Entschuldigungen mehr. Herzlich willkommen 2020, auf ein erfolgreiches, wundervolles Jahr. Lass uns gemeinsam diesen Weg gehen. #royjacoby #royjacobyautor #siehabenesgeschworen #2020 #meinweg #thriller #podcast #musik #song #autor #autorenleben #zukunft #positiv #2020wirdmeinjahr

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Ein Plädoyer für Buchbloggerinnen

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Was wären wir ohne sie? Buchblogger und Buchbloggerinnen. Wir Autoren wären nicht so bekannt und Leser wüssten nicht bei der großen Auswahl an Büchern welches sie als Nächstes lesen sollten. Nur von ihrer Leidenschaft nach Büchern getrieben, führen sie diesen Job aus. Hobby kann man ja fast gar nicht mehr sagen, denn Buchbloggen ist richtig Arbeit. Außerdem erzähle ich noch kurz was über das Jahr 1980, welche Serien und Filme da gestartet sind. Viel Vergnügen. Euer Roy — Send in a voice message: https://anchor.fm/roy-jacoby-autor/message

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Wie alles begann – Teil 1 –

Am Anfang war die Idee. So einfach, so normal, so unspektakulär. Ich hatte mich an dieses Buch gewagt, ohne zu wissen, was plotten ist, ohne Figurenentwicklung, ohne tatsächlicher Geschichte. Ich hatte die Idee und auch schon das unkonventionelle Ende. Sogar der erste Satz geisterte schon in mir herum.
Für ihre Fülle konnte sie sich erstaunlich gut bewegen.
Ich habe später noch viel darüber nachgedacht, wie ich auf diesen Satz gekommen bin. Weder hatte ich solch ein Erlebnis, noch hat das irgendetwas mit der Idee meines Buches zu tun. Mittlerweile lese ich viele Schreibratgeber, schaue Interviews von Autoren und ganz oft erfahre ich dabei, der erste Satz ist das schwerste. Bei mir war dieser Satz direkt in mein Gehirn getackert und stand fest wie der Tag nach der Nacht.
Nun Gut. Da war also die Idee, der erste Satz und das Ende. Ich schrieb mit diesen Eckpfeilern dann einfach los. Ich begann also mit der ersten Szene, einer Sex Szene. Führte damit den Protagonisten und die ersten Figuren ein. Auch hatte ich mich von Anfang an für die Ich – Erzählung entschieden. Es sollte ein Psycho Thriller werden. Um so richtig die Gefühle von Angst, Machtlosigkeit und Wahnsinn dem Leser rüber zu bringen dachte ich mir, wäre dies die beste Form. (Das denke ich immer noch.)
Die Sex Szene kam bei meinen Testlesern verschieden gut an. Von Roy du Schlingel bis, so fängt doch kein Thriller an, war alles vertreten.
Diese Szene und noch ein paar danach sollten sich mit Absicht nicht wie ein Thriller anhören, anfühlen. Sie sollten Normalität, Alltag darstellen, um dann das Grauen, das Unfassbare über den Protagonisten hereinbrechen zu lassen. Dies passiert dann im 4. Kapitel.
Der Protagonist, in meinem Fall heißt er Rick, wird schon als viel denkender Mensch in die Geschichte eingeführt. Rick hält sich selbst für einen Looser, fühlt sich unsichtbar, nicht wahr genommen und tritt im Leben irgendwie auf der Stelle. Der einzige der ihn da immer rausholen konnte, der vorangeht, ihm zeigt, wie das Leben funktioniert, ist sein bester Freund Sebastian. So möchte Rick sein. Alles was Sebastian macht ist toll.
Doch genau dieser beste Freund begeht eine grausame Tat und wird auch noch von Rick dabei beobachtet. Damit wird Rick einfach nicht fertig. Sein bester Freund und so etwas? Mit der Zeit kommen ihm auch Zweifel, ob er es wirklich gesehen hat.
Das war also meine Idee. Mehr hatte ich nicht, bis auf das Ende.
Mit diesen Sachen im Kopf schrieb ich, wie gesagt los.
Das konnte doch nichts werden.
Erfuhr ich erst später.
Man muss doch plotten und kann nicht einfach drauf los schreiben.
Es soll tatsächlich Autoren geben die mit viel weniger anfangen zu schreiben, aber wollte ich wirklich so vermessen sein und mich mit ihnen vergleichen? Wohl kaum.
Dann lese ich immer wieder davon, dass Schreiben so gar nichts mit Talent zu tun hat. Schreiben kann jeder, hieß es weiter. Das warf mich ehrlich gesagt etwas aus der Bahn. Ich begann mich mit dem Handwerk auseinanderzusetzen. Und plötzlich hatte ich auch eine richtige Geschichte zu erzählen.
Aber dazu mehr im zweiten Teil.

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Roy Jacoby - Autor - Podcaster - Emotions Maker